Warum q, w, x ?

errorist action

Das Projekt Errorist setzt seinen Schwerpunkt auf die „Fehler“-Suche. Beispiel für einen typischen „Fehler“ in einem sozialen System sind Minoritäten, weil sie ein von der herrschenden Norm abweichendes Merkmal besitzen. In beliebigen sozialen Räumen entwickelt sich aus der Gewohnheit ein Bündel an Verhaltensnormen. Jegliche Merkmale, die der so genannten Normalität nicht entsprechen, stellen eine negative Valenz – sprich: ein unterminierendes Risiko – für gesellschaftliche Zustände dar. Doch verweisen gerade solche fehlerhaften Dimensionen darauf, dass Normalität ein Konstrukt von Regeln ist, die kritisierbar sind.


Bei dem Projekt qwx wird das sozial-politische System der Türkischen Republik auf Fehler in diesem Sinne untersucht.


Da die Buchstaben q, w und x im türkischen Alphabet nicht vorkommen und ihr Gebrauch wegen „Verwendung von Buchstaben, welche der Türkischen Sprache fremd sind“ (§ 222 Abs. 1) strafrechtlich verfolgt wird, werden sie zu Symbolen der politischen Fremdbestimmung und der offiziellen Politik der Monophonie. Sie sind jener Überschuss an Zeichen, der die kulturelle Differenz des der Türkei internen Anderen markiert. Sie symbolisieren die Stimme des Andersseins und fungieren somit als Symptome der ethnisch-sprachlich fixierten Nationalidentität der Türkischen Republik.


Das Projekt verfolgt somit die Methodologie der “symptomatischen Lesart”, um Risse (Fehler) im System sichtbar zu machen, indem es die herrschende symbolische Ordnung mit den verdrängten Zeichen konfrontiert. Dadurch generiert es einen störenden Eingriff in die herrschende Identitätspolitik und stellt sie somit zur Disposition.


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